Versicherungsbüro Rothkirch - Ihr Versicherungsmakler in Bocholt

Versicherungsbüro Rothkirch

Ihr Ver­sicherungs­makler in Bocholt

News Mai 2018

Kunden News - Mai

1. Pleite der Fluggesellschaft: Was ist zu tun?

Nach der Air-Berlin-Pleite im letzten Jahr sind viele Menschen bei ihrer Reisebuchung vorsichtig geworden. So herrscht noch immer Ungewissheit, wie damit umzugehen ist, wenn Fluggesellschaft oder Reiseveranstalter plötzlich insolvent sind. Lohnt sich zur Sicherheit eventuell eine Airline-Insolvenzversicherung?

Egal, ob die Buchung eines Fluges direkt bei der Airline oder über ein Reiseportal erfolgt: Sobald die Fluggesellschaft Insolvenz anmeldet und den Flugbetrieb einstellen muss, besteht meist keine Chance, eine Entschädigung zu erhalten. Die Illiquidität ist nämlich keine schuldhafte Pflichtverletzung der Fluglinie, welche eine Geldrückerstattung erfordern würde. Somit ist oftmals nicht nur der Betrag für die Tickets verloren, sondern es entstehen zusätzlich hohe Folgekosten aufgrund der Stornierung der Unterkunft am Urlaubsort oder aber der Umbuchung des Flugs.

Wer erhält eine Entschädigung?

Grundsätzlich besteht für Passagiere, deren Flug ausfällt, die Möglichkeit, eine Forderung im Insolvenzverfahren anzumelden. Da allerdings Forderungen von Großgläubigern sowie ausstehende Sozialabgaben und Löhne bevorzugt ausgezahlt werden, ist die Wahrscheinlichkeit auf eine Teilerstattung für Urlauber relativ gering.

Bei der Buchung einer Pauschalreise gelten jedoch andere Regelungen. Hier ist der entsprechende Reiseveranstalter in der Pflicht, für einen Ersatzflug zu sorgen. Der Urlauber kann auch selbstständig einen neuen Flug organisieren und anschließend beim Veranstalter eine Kostenerstattung fordern.

Was gilt bei einer Pleite des Reiseveranstalters?

Reiseveranstalter einer Pauschalreise sind in der Regel für den Fall einer Zahlungsunfähigkeit pflichtversichert. Stellt sich die Insolvenz des Veranstalters vor Reisebeginn heraus, wird der Reisepreis beziehungsweise eine bereits geleistete Anzahlung vonseiten der Versicherung ersetzt. Muss der Reiseveranstalter während des Urlaubs Konkurs anmelden, werden ein gegebenenfalls verlängerter Verbleib im Ausland sowie die Rückbeförderung gezahlt. Allerdings wird der Betroffene stets dazu aufgefordert, die Reise abzubrechen und frühzeitig nach Hause zurückzukehren, ansonsten entfällt auch jeder Anspruch auf Kostenrückerstattung für die Rückreise.

Ist eine Versicherung sinnvoll?

Bei aktuellen Flugreservierungen besteht die Option, zusätzlich eine Versicherung für den Insolvenzfall der Fluggesellschaft abzuschließen. Wann das sinnvoll ist, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Es ist jedoch wichtig, sich vorab genau über die entsprechende Airline sowie die Versicherungsbedingungen zu informieren. Existieren bereits Berichte über eine eventuelle Zahlungsunfähigkeit der Fluggesellschaft, ist diese meist aus dem Versicherungsschutz ausgeschlossen. Welche Erstattungen in den Versicherungen enthalten sind, kann ebenfalls variieren. So kann entweder der gesamte Ticketpreis oder auch nur ein Teil davon zurückgezahlt werden.

Weitere Informationen zu den Reiserechten von Urlaubern und ähnlichen Themen stellt Ihnen der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. unter www.anwalt.org/reiserecht/  zur Verfügung.

Weiter Informationen zum Thema Reiseversicherungen finden Sie hier.

 

2. Feinheiten beim Wohngebäude-Schutz

Wer eine eigene Immobilie besitzt, weiß um die Gefahren, die von verschiedenen Seiten drohen. Ob Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Elementargefahren wie Überschwemmungen: Jederzeit kann es zu Schäden am Gebäude kommen, die richtig ins Geld gehen können. Daher ist dringend zum Abschluss einer Wohngebäudeversicherung zu raten.

Bei der Auswahl steht man allerdings vor einer verwirrenden Tarifvielfalt. Naturgemäß sind nicht alle Angebote gleichermaßen zu empfehlen, auch wenn viele sich an den GDV-Musterbedingungen orientieren. Folgende fünf Aspekte sollten nicht unter den Tisch fallen:
- Wird die Leistung bei grober Fahrlässigkeit gekürzt?
- Werden Kosten für die Beseitigung von Vandalismus- und Graffiti-Schäden übernommen?
- Sind Ableitungsrohre außerhalb des Gebäudes mitversichert?
- Sind umgestürzte Bäume bzw. deren Beseitigung und ggf. eine Wiederaufforstung abgedeckt?
- Gibt es eine Garantie, dass mindestens der Schutzumfang der GDV-Musterbedingungen gilt?
Darüber hinaus entscheiden noch zahlreiche weitere Kriterien über die Qualität einer Wohngebäudepolice. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich daher professionell und unabhängig beraten lassen.

 

3. Niedrigzinsen kosten Deutsche über 7 Milliarden – allein im 1. Quartal
Die Liebe der Deutschen zum Sparbuch ist unverbrüchlich, Niedrigzinsen hin oder her. Im internationalen Vergleich lassen die Bundesbürger dadurch jede Menge Renditepotenzial liegen. Mehr noch: Durch die Inflation nimmt die Kaufkraft des Ersparten ab. Denn aktuell gibt es auf Tages­geld, Festgeld und Spareinlagen durchschnittlich mickrige 0,2 Prozent Zinsen. Die Inflation liegt deutlich darüber, nämlich bei rund 1,5 Prozent. Wer sein Geld auf dem Sparbuch parkt, muss also mit einer realen Negativverzinsung von 1,3 Prozent leben.
Allein im ersten Quartal 2018 haben die Deutschen so 7,1 Milliarden Euro oder 86 Euro pro Kopf eingebüßt. Seit 2010 kosteten die Niedrigzinsen – in Kombination mit ertragsschwachen festverzinslichen Spareinlagen – jeden Bürger im Schnitt 999 Euro.
Diese Bilanz könnte deutlich besser aussehen, wenn die Scheu vor den Kapitalmärkten geringer ausgeprägt wäre. Diese ist insofern unberechtigt, als seriöse Aktieninvestments sich langfristig bisher noch immer ausgezahlt haben, auch wenn es zwischenzeitlich zu Abschwüngen kommen kann. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Anlageprodukte, welche die Rückzahlung der eingezahlten Beiträge garantieren und zusätzlich die Partizipation an renditestarken Kapitalmarktinvestments ermöglichen.


4. Versicherer bringen Standard-Riester auf den Markt
Seit Einführung der Riester-Rente reißen die Diskussionen um das Alters­vorsorgeprodukt nicht ab. Im Wesentlichen monieren die Kritiker, dass die Riester-Angebote zu kompliziert und zu teuer seien. CSU-Chef Horst Seehofer erklärte das Modell gar für „gescheitert“. Fachleute betrachten die Sache dagegen differenzierter. Aber auch von ihnen räumen die meisten ein, dass eine Entschlackung der Produkte und der Produktlandschaft sinnvoll wäre.
Dieses Ziel haben die Versicherer nun ins Visier genommen: Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) möchte noch vor der Sommerpause einen Standardvertrag präsentieren. Er soll das Riestern nicht nur einfacher, sondern auch preiswerter machen. So sollen Bürger und Politik endgültig mit dem Produkt versöhnt werden.
Dessen ungeachtet gibt es einen neuen politischen Vorstoß aus Hessen für eine kapitalmarktbasierte, staatlich organisierte „Deutschlandrente“. Auch im Koalitionsvertrag der GroKo wird eine Riester-Verbesserung gefordert.


5. Warum sich Fondssparpläne auszahlen
Eine private Alters­vorsorge ist gerade für Menschen mit niedrigerem Einkommen unabdingbar, um im Ruhestand nicht auf Grundsicherungsniveau zu fallen. Auch 50 oder 100 Euro im Monat können bei guter Anlage nach Jahrzehnten ein hübsches Zubrot abwerfen. Was aber ist eine „gute Anlage“?
Wie eine Auswertung des Bundesverbands Investment und Asset Management e. V. (BVI) zeigt, ist man mit einem Fondssparplan gut beraten. Und das gilt für alle Einkommensklassen und unabhängig vom Sparziel. Wer in den vergangenen 20 Jahren einen Fondssparplan mit Schwerpunkt auf deutschen Aktien mit monatlich 100 Euro bediente, kann sich über 6,5 Prozent Rendite freuen. Die Einzahlungssumme von 24.000 Euro hat sich damit mehr als verdoppelt.
Wer stattdessen die Sicherheit von Rentenfonds gegenüber dem (langfristig eher theoretischen) Verlustrisiko an der Börse bevorzugte, muss sich heute mit lediglich gut 8.000 Euro Rendite begnügen – denn Euro-Anleihen brachten im selben Zeitraum nur gut 3 Prozent p. a. ein. Fondssparpläne lassen sich bereits ab 25 Monatsbeitrag abschließen.


6. Psyche bei mehr als jeder dritten Frau für Berufs-/Erwerbsunfähigkeit verantwortlich
Viele Menschen haben das Gefühl, das Leben in der modernen Hochleistungsgesellschaft werde immer „schneller“ und damit anstrengender. Die Folge: Stress, Burn-out und andere psychische Belastungen nehmen zu. Das zeigt sich auch in den Statistiken zur Berufs- und Erwerbsunfähigkeit. Seit Jahren sind seelische Probleme auf dem Vormarsch. Die neuesten Zahlen, die der Versichererverband GDV jüngst für 2016 vorlegte, unterstreichen diesen Trend – und zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Ge­schlechtern.
Bei 35,4 Prozent der Frauen, die berufs- oder erwerbsunfähig werden, liegt die Ursache in der Psyche. Bei Männern sind es „nur“ 25 Prozent, wenngleich seelische Probleme auch hier auf Rang eins der Ursachen stehen. Insgesamt ergibt das 29 Prozent aller Betroffenen. Auf Rang zwei folgen Erkrankungen des Bewegungsapparats mit 18,4 Prozent. Hier sind Männer (20,9) stärker betroffen als Frauen (14,4). Anders sieht es wieder bei den Krebserkrankungen aus, die insgesamt auf 18 Prozent kommen: Bei 23 Prozent der Frauen und 14,8 Prozent der Männer sind sie für Erwerbs- oder Berufs­unfähig­keit verantwortlich. Unfälle sind bei 11,5 Prozent der Männer und nur 5,1 Prozent der Frauen der Auslöser.
Insgesamt muss mehr als jeder fünfte Arbeitnehmer vor Erreichen des Rentenalters die Erwerbstätigkeit einstellen. Eine Berufs­unfähig­keitsvorsorge wird daher auch von Verbraucherschützern dringend empfohlen – denn die staatliche Absicherung ist kaum der Rede wert.


7. Sparkassen wollen „teure“ Kunden loswerden
Einst wurden sie als erzsichere Geldanlagen und optimale Alters­vorsorge verkauft: langfristige Spar- und Bausparverträge der Sparkassen. Die hohe Garantieverzinsung ist den Bankmanagern in den heutigen Niedrigzinszeiten jedoch ein Dorn im Auge. Im Zuge von Kostensenkungen auf breiter Front werden immer mehr Kunden die Verträge einfach gekündigt. Vor allem sächsische Sparkassen machten in jüngerer Zeit damit Schlagzeilen, aber auch andere Kreditinstitute verfolgen diese Taktik.
Als Entschädigung steht beispielsweise den Kunden der Sparkasse Bautzen das Angebot offen, ein Sparbuch mit 1,1 Prozent Zinsen zu eröffnen. Das ist zwar deutlich mehr als derzeit bei Sparbüchern üblich, aber auch deutlich weniger als in den Ursprungsverträgen vereinbart. Zudem darf nur das alte Vertragsvermögen auf die neuen Sparbücher übertragen werden, weitere Einzahlungen sind nicht möglich.
Verbraucherschützer monieren, dass das „Prinzip der Vertragstreue“ mit den Kündigungen infrage gestellt werde. Mehrere Klagen gegen Sparkassen laufen aktuell, abschließende Urteile wurden noch nicht gefällt.


8. Junge Autofahrer leben (und fahren) gefährlich
Obwohl die 18- bis 24-Jährigen nur 7,7 Prozent der deutschen Bevölkerung ausmachen, stammen 13,6 Prozent der Straßenverkehrstoten aus dieser Altersgruppe. Von den Verletzten sind es sogar 16,5 Prozent. Dass die jungen Fahrer so desaströs überrepräsentiert sind, geht auf eine Mischung aus mangelnder Erfahrung und jugendlichem Leichtsinn zurück. Und dieser scheint nicht so einfach zu zügeln zu sein, wie eine erste Telematik-Datenauswertung eines großen Kfz-Versicherers jetzt ergab.
In den seit einigen Jahren erhältlichen Telematik-Tarifen bekommen die Kfz-Halter einen Prämienrabatt, wenn sie eine vernünftige Fahrweise nachweisen. Dies geschieht mittels einer kleinen (Telematik-)Box im Auto, die Daten zum Fahrverhalten aufzeichnet. Auf deren Basis wird ein Score-Wert errechnet und dem Versicherer mitgeteilt.
Das Erstaunliche: Auch junge Fahrer mit Telematik-Tarifen treten sehr häufig ungehemmt aufs Gaspedal, wie die Auswertung von rund 27 Millionen Fahrerdaten erbrachte. Vor allem zwischen ein und vier Uhr nachts wird die Vorsicht gern vollends suspendiert. Ob die jungen Raser die permanente Telematik-Überwachung schlicht vergessen oder bewusst auf den möglichen Beitragsnachlass verzichten, ist nicht bekannt.


9. Immobilienfonds verloren durch Finanzkrise im Schnitt 22 Prozent
Die Finanzkrise von 2008 schlug bei den offenen Immobilienfonds heftig ins Kontor. 18 in Deutschland erhältliche Fonds mussten damals geschlossen werden, das betroffene Vermögen belief sich auf circa 26 Milliarden Euro. Seitdem werden die Assets abgewickelt – mit unterschiedlichem Erfolg.
Die Ratingagentur Scope hat nun die bisherigen Ergebnisse der Portfolioverkäufe unter die Lupe genommen. Ein einziger Fonds schaffte ein Plus von 0,3 Prozent, alle anderen weisen rote Zahlen auf. In der Spitze beträgt das Minus 55 Prozent. Im Schnitt verloren die Anleger zwischen dem 30. September 2008 und dem 5. März dieses Jahres rund 22 Prozent. Die großen Unterschiede gehen
unter anderem auf verschiedene Kreditquoten und Startzeitpunkte zurück; manche Fonds wurden in einer Hochpreisphase aufgelegt.
Dessen ungeachtet kommen die aktuellen Immo-Fonds kaum noch damit hinterher, die ihnen zufließenden Gelder in aussichtsreiche Objekte zu investieren. Einige mussten daher unlängst die Annahme weiteren Anlagekapitals aussetzen.


 
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